archaeotopos - Rezensionen
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(Kunden)rezension der Historikerin Dr. Maike Vogt-Lüerssen, SA Blackwood/Australien, auf www.amazon.de (http://www.amazon.de/review/product/393847307X/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?%5Fencoding=UTF8&showViewpoints=) zu:


Jost Auler (Hrsg.) Richtstättenarchäologie. 
Dormagen 2008. 

"Jost Auler ist mit seinem Team aus 30 Archäologen und Historikern ein sehr interessantes Werk gelungen, das nicht nur über allgemeine Themen einer sehr grausamen Seite unserer Geschichte berichtet, wie z.B. über das Folterwesen, die verschiedenen Formen von Bestrafungen, Hinrichtungen und schließlich Beerdigungen oder Nichtbeerdigungen von im Strafwesen Getöteten und von Selbstmördern, sondern das auch über die Richtstätten selbst, die mit Hilfe der Archäologie untersucht wurden, informiert. Überdies werden konkrete Fälle beschrieben wie zum Beispiel das Schicksal des Liebespaares Anna Sophia und Claus Meyer aus Himmelpforten, Stiefmutter und Stiefsohn, die im Jahr 1833 ihren tyrannischen Gatten bzw. Vater gemeinsam erwürgt hatten. Während die Obrigkeit die Todesstrafe, die Enthauptung, noch durch das Schleifen zur Hinrichtungsstätte verschärfte, schlug die Stimmung der Bevölkerung, nachdem sie die Hintergründe für diese Mordtat erfuhr, von Hass auf Sympathie und Mitleid für die Täter um: "Das schändliche Schleifen, höchst selbst von Ihrer Majestät befohlen, wurde dank der Himmelpforter Bauern zu einer sanften Schlittenfahrt auf weichem Sande", da Letztere, wenn sie schon das Urteil nicht ändern konnten, vorher nicht nur den Weg eben gemacht und geeggt hatten, sondern auch die Pflugschlitten mit Rinderhäuten bespannten (in: Dietrich Alsdorf: Das Himmelpforter Blutgericht, S. 119, in: Jost Auler (Hrsg.), Richtstättenarchäologie) ".

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